U-Bahn-Minuten.

Eine Minute hat 60 Sekunden. So habe ich das mal gelernt. Und so lernt es auch mein Sohn in der Schule.

Doch die Regel gilt nicht überall. Die Minuten, die auf den Anzeigetafeln in der Londoner U-Bahn angegeben werden, variieren in ihrer Dauer. Meistens deutlich nach oben.

In der Victoria Tube Station waren eben fünf Minuten angezeigt für die Ankunft des nächsten Zugs nach Richmond. Und jede dieser Minuten hatte 240 Sekunden. Macht 20 Minuten.

Wie bitteschön soll ich das meinem Sohn erklären?

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Verneigung vor der BBC. Mal wieder.

Das Wunder von San José hat in Großbritannien alle anderen Nachrichtenereignisse in den Schatten gestellt. Wirklich alle. Der Fernsehkanal BBC NEWS beispielsweise hat während der Rettung ununterbrochen und komplett aus Chile gesendet. Mehr als 24 Stunden lang kein anderes Thema. Bei der Rettung eines jeden einzelnen Bergmanns war die BBC live dabei.

So geht gutes Nachrichtenfernsehen. Zum Vergleich: habe ab und zu ins deutsche Fernsehen gezappt. Es mag Zufall sein – aber vom wohl spannendsten Nachrichtenereignis seit 9/11 habe ich dort wenig mitbekommen. Stattdessen habe ich vormittags alte Daily-Soaps, mittags trashige Talk-Shows, abends die alte Föhnfrisur vom neuen Pilawa und nachts die übliche Telefonsex-Werbung gesehen.

Es kann durchaus sein, dass ich zu ungeduldig war. Habe tatsächlich nicht auf Bilder von der Mine gewartet – sondern immer sofort wieder zurück zur BBC gezappt.

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Just in time.

Der Lochner ist wieder in London. Nach einigen Wochen Sommerurlaub. Und pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts.

War gerade in einem großen Kaufhaus an der Oxford Street. Und habe die folgenden Handy-Bilder mitgebracht…

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“Stay cool!”

Wer in London lebt, kann sich nur wundern und schmunzeln: da fällt in ein paar ICE mal die Klimaanlage aus – und Deutschland hat einen Riesenaufreger.

Viele Londoner Pendler haben sich bislang gar nicht vorstellen können, dass es so etwas wie klimatisierte Züge überhaupt gibt. Die Londoner U-Bahn hat jedenfalls keine Klimaanlagen – weshalb es laut Studien im Sommer öfter vorkommt, dass in den Zügen die für Tiertransporte in der EU geltenden Grenzwerte deutlich überschritten werden.

Dummerweise gilt der Tierschutz nicht für Menschen in der Tube.

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7/7.

Die Terroranschläge auf drei U-Bahnen und einen Doppeldeckerbus in London jähren sich zum fünften Mal. Bei den Attacken am 7. Juli 2005 sind – mit den vier Attentätern – 56 Menschen umgekommen, 800 wurden verletzt.

Hinterbliebene und Überlebende leiden noch immer. Die meisten Londoner jedoch haben die Ereignisse längst verdrängt. Keine Spur von Angst in der U-Bahn. Hier herrscht der normale Alltagswahnsinn.

Allein ein Umstand erinnert an den 7.7.: es gibt keine Mülleimer im gesamten U-Bahn-Netz. Aus Angst, darin könnten Bomben deponiert werden.

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“War!”

Und ich dachte schon, wir hätten das Kriegsgerede überwunden. Gerade in der Halbzeitpause gesehen – vor einem Pub in Soho…

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It´s only a game.

Die Zeitungslektüre in England macht in den Tagen vor dem großen Aufeinandertreffen gegen Deutschland bei der Fußball-WM gesteigerten Spaß. Auch, weil die Zeitungen diesmal auf die sonst bei Deutschland-Spielen übliche Scharfmacherei in martialischer Sprache weitgehend verzichten.

Das Revolverblatt “Sun” hat in seiner Online-Ausgabe zwar kurzzeitig von “deutscher Kriegsführung” geschrieben – in der gedruckten Zeitung ist der Ausdruck aber nicht zu lesen.

Die bisher schönste Schlagzeile hat heute die “Times”. Have a look!

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