Animals on the Underground.

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: die Londoner U-Bahn kann einen auf Dauer kirre machen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: viele Londoner entwickeln in der Tube Agressionen, die sie nur schwer kontrollieren können. Habe ich heute früh gelesen – in der U-Bahn.

Die Mehrheit der Befragten gab an, sich in den chronisch überfüllten Zügen oft gestresst zu fühlen – und manche sagen sogar, sie entwickelten sich in der Tube zu einem völlig anderen Wesen, zum Tier. Was irgendwie passt – betrachtet man während der Rushhour die rappelvollen Wagons von außen, fühlt man sich schon manchmal an Tiertransporte erinnert. Drinnen ist es auch nicht besser.

Der Bericht tröstet mich. Nach einigen Monaten beinahe täglicher U-Bahn-Fahrt passiert es auch mir hin und wieder, dass im Menschenstau auf den Bahnsteigen so ein merkwürdig agressives Gefühl in mir aufsteigt. Ich habe immer erfolgreich gegen jegliche Form von Ausbruch gekämpft und mich gefragt: macht den anderen Fahrgästen (niedliche Bezeichnung, oder?) das nichts? Jetzt weiß ich: die kämpfen genauso wie ich.

Beruhigend. Wenn wir in der U-Bahn alle sagen würden, was wir denken, dann… Das malen wir uns lieber nicht aus.

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