Service auf gut deutsch. „Gut möglich!“

Das folgende Erlebnis hat mit London eigentlich nichts zu tun – ich hatte es während eines kurzen Urlaubs in Deutschland. Aber ohne meine London-Erfahrungen würde ich es hier nicht aufschreiben.

Letzte Woche im rheinischen Düren, im Supermarkt (in einer Filiale dieser Kette, die schon damit wirbt, dass man ihre Läden nur einmal besuchen muss…), am Technik-Tresen. Der Verkäufer im blauen Kittel schaut mich an – um seinen Blick dann rasch wieder auf irgendwelche Unterlagen zu senken. Nach gefühlten zwei Minuten Wartezeit erbarmt er sich, mich noch einmal anzuschauen und ein „bidde…“ zu murmeln.

„Haben Sie Autoladekabel für ein Handy der Marke XY?“ frage ich devot. Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen „Gut möglich!“.

Ende.

Erst nachdem ich den Herrn einige Sekunden fragend angeschaut habe, ergänzt er seinen Hinweis: „Dahinten haben wir so Kabel, da könnte es auch welche für Handys geben. GUT MÖGLICH!“

Sorry, Kinders – ich bin nicht mehr gewöhnt, als Kunde nicht einmal mit dem Allerwertesten angeschaut zu werden. Großbritannien hat wirklich einen anderen Servicebegriff. Wenn Du in einem Laden nach etwas fragst, dann helfen Sie Dir. Wenn sie das gewünschte Produkt nicht selbst im Sortiment haben, sagen sie Dir, bei welchem Konkurrenten Du es bekommst.

Ich fange an, mich auf der Insel zu hause zu fühlen.

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