„Stay cool!“

Wer in London lebt, kann sich nur wundern und schmunzeln: da fällt in ein paar ICE mal die Klimaanlage aus – und Deutschland hat einen Riesenaufreger.

Viele Londoner Pendler haben sich bislang gar nicht vorstellen können, dass es so etwas wie klimatisierte Züge überhaupt gibt. Die Londoner U-Bahn hat jedenfalls keine Klimaanlagen – weshalb es laut Studien im Sommer öfter vorkommt, dass in den Zügen die für Tiertransporte in der EU geltenden Grenzwerte deutlich überschritten werden.

Dummerweise gilt der Tierschutz nicht für Menschen in der Tube.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

3 Antworten zu “„Stay cool!“

  1. Kann man denn in der Tube ein Fenster aufmachen? Im ICE nicht. Kann man denn in der Tube auch erst an nächsten Station nach 3
    2 Stunden (ohne Halt) aussteigen, oder schon nach 3 Minuten?
    Ich saß neulich bei 25 Grad eine halbe Stunde VOR dem Hamburger Hbf im Zug. Der Zugbegeleiter hat Wasser gebracht und die Klimaanlage lief. In der ersten Klasse. In Nachbarwaggon gab es weder das eine, noch das andere.
    Wenn 15 Schüler kollabieren und notärztlich versorgt werden müssen und eine Schwangere Frau panisch versucht, eine Scheibe einzuschlagen, dann ist das nach meinem Dafürhalten mehr als einen „Riesenaufreger“ wert.

    Die englische Presse möchte ich lesen, der das nur eine Randnotiz wert wäre. In London ist es ja schon ein „Riesenaufreger“, wenn Eltern ihre Kinder zur Schule radeln lassen. Da mischt sich dann sogar der Premier ein.

    • Lochner

      Moment mal – ich gebe hier nur meine Beobachtungen weiter. Also: ganz ruhig bleiben!

      Um es gleich vorweg zu nehmen: mir geht es weniger darum, die Deutsche Bahn in Schutz zu nehmen. Vielmehr will ich darauf aufmerksam machen, dass es noch schlimmer geht. Viel schlimmer.

      Die Fakten:

      Die durchschnittliche Temperatur in der Londoner U-Bahn liegt im Sommer bei 31 Grad. Der gemessene Spitzenwert liegt bei 47 Grad.

      Tiertransporte in der EU sind ab 30 Grad verboten.

      Die meisten Fenster in den Zügen lassen sich nicht öffnen. Lediglich zwei winzige Luken pro Wagon (jeweils an den Enden) sind in der Regel offen.

      Ich erlebe recht oft (etwa alle zwei Wochen), dass Notärzte in die U-Bahn kommen, um Fahrgäste zu behandeln – die umgekippt sind.

      In diesem Blog habe ich einige Mal erzählt, wie nervig es ist, wenn die Bahn mal wieder zwischen zwei Stationen im Tunnel stehen bleibt. Im Sommer passiert das zumindest gefühlt noch öfter.

      Was die radelnden Kinder betrifft: ich verstehe nicht alles in diesem Land. Ich will auch nicht alles verstehen.

      Aber ich möchte mit einem Augenzwinkern erzählen, was mir hier auffällt.

      • Ach, wenn ich denn nur einen Grund finden würde, die Bahn mal in Schutz zu nehmen….

        Ich besitze zwar neuerdings sogar die Bahncard, aber ich bereue genau das allzu oft.

        Auf der Strecke Aachen-Köln habe wir es neulich auf 70 Minuten Verspätung gebracht. +50 Minuten Fahrzeit. Für rund 90 Kilometer.

        30/47/50 Grad hin. und genauso viel her. Alles nicht schön. Egal, ob in D oder GB.

        Gruss aus der Unwetterzentrale. Und das ist nirgendwo einen Riesenaufreger wert😉

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